Rita Leibinger Medical × Evidensia Ravensburg | Seit über 15 Jahren Vertrauen & Zusammenarbeit

Manche Partnerschaften entstehen nicht über Nacht. Sie wachsen über Jahre hinweg durch gemeinsame Erfahrung, gegenseitiges Vertrauen und den Anspruch, jeden Tag das Beste für die Patienten zu erreichen. Seit mehr als 15 Jahren verbindet Dr. Felix Sonntag und Rita Leibinger Medical eine Zusammenarbeit, die weit über Produkte und Implantate hinausgeht. Eine Partnerschaft, die auf fachlichem Austausch, persönlichem Kontakt und dem gemeinsamen Verständnis für hochwertige Tiermedizin basiert.

Leidenschaft, Erfahrung und Vertrauen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Bereits 2011 gehörte er zu den ersten Chirurgen, die TTA RAPID® unter realitätsnahen Bedingungen erprobten. Ein Moment, der bis heute sinnbildlich für Innovationsgeist und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit steht. Wir haben mit Dr. Felix Sonntag über seinen Weg in die Tiermedizin, seine Begeisterung für die Chirurgie und darüber, was Verlässlichkeit, Innovation und echte Partnerschaft in der modernen Tiermedizin bedeuten, gesprochen.

Schauen Sie das Video an oder lesen Sie weiter unten, um mehr darüber zu erfahren.


Warum sind Sie Tierarzt geworden?

Dr. Felix Sonntag:

Die Liebe zur Natur begleitet mich eigentlich schon seit meiner frühesten Kindheit, vor allem die Faszination für die Tierwelt. In meiner Jugend hat sich das durch Hobbys wie Aquaristik und Terraristik, aber auch durch Angeln und die Jagd, immer stärker entwickelt.

Mit der Jagd kam dann auch mein erster eigener Hund, und spätestens da war klar, dass ich beruflich in diese Richtung gehen wollte. Zum Glück hat dann auch mein Abitur gereicht und ich habe einen Studienplatz bekommen. Damals war es allerdings so, dass nur eine Woche nach der Zusage der Einberufungsbescheid zur Bundeswehr kam. Dadurch musste ich meinen Traum erst einmal für ein Jahr aufschieben.

Danach bin ich aber voll durchgestartet.

Was hat Sie besonders in Richtung Chirurgie und Orthopädie geführt?

Dr. Felix Sonntag:

Das Spannende an der Orthopädie ist für mich, einen Fall Schritt für Schritt zu lösen. Zuerst stellt sich die Frage: Ist es überhaupt ein orthopädisches Problem oder doch eher ein neurologisches? Dann arbeitet man sich systematisch vor, findet heraus, welche Gliedmaße betroffen ist und an welchem Gelenk das Problem liegt.

Anschließend wird das Ganze mit Röntgen, CT oder MRT weiter abgeklärt. Im besten Fall findet man dann eine Lösung, damit der Patient wieder ganz normal laufen kann.

Mein Weg zur Chirurgie ist wahrscheinlich auch ein Stück weit in meiner Persönlichkeit begründet. Ich bin eher ein ungeduldiger Mensch. Wenn ich beispielsweise eine Niereninsuffizienz diagnostiziere, weiß ich zwar, dass ich dem Patienten helfen und sein Leben verlängern kann. Ich habe aber lieber ein Problem erkannt, es gelöst und am Ende einen glücklichen Patienten. Das ist einfach eher mein Ding.

Wann hatten Sie zum ersten Mal Kontakt mit Rita Leibinger Medical?

Dr. Felix Sonntag:

Mein erster Kontakt mit Rita Leibinger Medical war 2011. Mein damaliger Chef, Dr. Mihaljevic, kam auf mich zu, legte mir ein kleines blaues Implantat auf den Tisch und sagte: „Ach, schau mal, das ist doch was. Das probieren wir mal aus.“

Ich habe gesagt: „Okay, lass uns das ausprobieren.“ Herr Bucher brachte mir damals, soweit ich mich erinnere, drei Cages mit. Zwei davon haben wir eingesetzt und den dritten habe ich heute noch. Er sieht zwar etwas anders aus als die heutigen Modelle, aber für mich ist er ein Erinnerungsstück an diese Zeit.

2011 waren Sie einer der ersten Chirurgen, die TTA RAPID® praktisch getestet haben. Erinnern Sie sich noch an diesem Moment?

Dr. Felix Sonntag:

Absolut. Das war damals wirklich spannend.

Wir haben das System zunächst an zwei stillen Patienten ausprobiert, also an insgesamt vier Beinen. Damals haben wir außerdem noch das sogenannte Maquet-Loch angelegt, das heute nicht mehr Bestandteil der Technik ist.

Es war relativ schnell klar, dass das funktionieren würde. Wir hatten knapp fünf Jahre zuvor bereits die klassische TTA durchgeführt. Auch wenn sich das Verfahren seitdem deutlich weiterentwickelt hat, hat das Konzept von Anfang an überzeugt.

Was hat Sie damals überzeugt, sich nach einem langen Kliniktag noch die Zeit zu nehmen und dieses neue System genauer zu prüfen?

Dr. Felix Sonntag:

Als ich den Cage zum ersten Mal in der Hand hatte, dachte ich sofort: Das ist clever gemacht. Das könnte funktionieren. Da machen wir auf jeden Fall mit.

Die Chance, bei etwas Großem dabei zu sein, wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Worauf achten Sie als Chrirurg, wenn Sie ein neues Implantatsystem zum ersten Mal in der Hand haben?

Dr. Felix Sonntag:

Das beginnt eigentlich schon vorher. In jedem Chirurgen steckt immer noch ein bisschen das Kind. Wenn ich ein neues OP- oder Implantat-Set sehe, kommt sofort dieser kindliche Sammeltrieb. Das muss ich haben, das will ich ausprobieren.

Wenn ich das Set dann zum ersten Mal öffne, achte ich zuerst auf die Qualität. Entspricht es meinen Erwartungen? Ist alles vollständig? Ist wirklich alles enthalten, was ich für die Operation brauche?

Im Idealfall öffne ich den Instrumentenkasten und habe alles zur Verfügung, was ich für die OP brauche, auch wenn einmal nicht alles nach Plan läuft oder der Patient sich nicht an die Standardregeln hält. Natürlich spielt auch die Verarbeitung eine wichtige Rolle. Und letztlich muss die Technik zu dem Implantat passen, das ich in diesem Moment einsetzen möchte.

Wie wichtig ist Ihnen der direkte Kontakt zum Hersteller?

Dr. Felix Sonntag:

Der direkte Kontakt zum Hersteller ist absolut entscheidend.

In der Chirurgie gibt es immer wieder unerwartete Herausforderungen. Wenn alles reibungslos läuft, kann man auf vieles verzichten.

Wenn es aber einmal nicht gut läuft oder eine Komplikation auftritt, was wir natürlich auch schon mit Rita Leibinger erlebt haben, dann muss der direkte Kontakt funktionieren. Er muss auf Augenhöhe stattfinden und vor allem schnell sein. Wir sind ein 24/7-Betrieb und können nicht zwei, drei oder vier Wochen auf eine Antwort warten.

Was macht für Sie die Zusammenarbeit mit Rita Leibinger Medical seit so vielen Jahren aus?

Dr. Felix Sonntag:

Für mich sind vor allem zwei Dinge wichtig: die regionale Nähe und die Tatsache, dass immer ein Ansprechpartner erreichbar ist. Wir hatten auch schon Probleme, zum Beispiel Plattenbrüche. Dann ist es wichtig, dass sich der Hersteller nicht wegduckt, sondern zu seinem Produkt steht und gemeinsam mit uns nach einer Lösung sucht.

Das betrifft unter Umständen auch die Kommunikation mit überweisenden Kolleginnen und Kollegen oder natürlich mit den Tierhaltern. Schließlich sind sie diejenigen, die unter einer Komplikation leiden. Gleichzeitig muss man sich als Chirurg natürlich auch selbst kritisch hinterfragen: Habe ich vielleicht etwas nicht richtig gemacht? Habe ich das falsche Implantat gewählt? Oder liegt tatsächlich ein Problem am Implantat vor?

Dann braucht man einen Hersteller, der Verantwortung übernimmt und gemeinsam mit einem nach einer Lösung sucht. Und genau das funktioniert bei Rita Leibinger.

Wenn Sie auf diese gemeinsame Geschichte zurückblicken: Was bedeutet Vertrauen in einer solchen Partnerschaft?

Dr. Felix Sonntag:

Gerade heute haben wir immer wieder Lieferengpässe, insbesondere bei Medikamenten. Als ich heute Mittag hierhergefahren bin, habe ich überlegt, ob wir jemals ein Produkt von Rita Leibinger nicht rechtzeitig bekommen haben, obwohl wir es dringend gebraucht hätten.

Ich kann mich an keinen solchen Fall erinnern. Die Verfügbarkeit war immer gegeben. Wenn neue Produkte auf den Markt kamen, wurden wir informiert. So war man immer auf dem neuesten Stand und jederzeit mit allem versorgt, was man brauchte, um seine Patienten bestmöglich behandeln zu können.

Würden Sie den Beruf als Tierarzt heute weiterhin empfehlen und wenn ja, wem besonders?

Dr. Felix Sonntag:

Ich bin inzwischen seit über 20 Jahren Tierarzt und in dieser Zeit hat sich vieles verändert. Eine der größten Herausforderungen ist heute die Erwartungshaltung der Tierhalter. Es wird immer schwieriger, diesen Erwartungen gerecht zu werden.

Gleichzeitig ist es aber ein unglaublich spannender Beruf. Mir wird nie langweilig. Ich schaue nie auf die Uhr und denke: Wann ist endlich Feierabend? Im Gegenteil. Ich schaue auf die Uhr und denke: Das muss ich noch erledigen, dort muss ich noch hin oder den Patienten möchte ich mir noch einmal ansehen.

Außerdem bietet der Beruf ständig die Möglichkeit, sich weiterzubilden, sich zu spezialisieren und neue Dinge zu lernen.

Wer glaubt, nach der Ausbildung oder dem Studium bis zur Rente einfach immer das Gleiche machen zu können, wird als Tierarzt langfristig nicht erfolgreich sein. Wer dagegen bereit ist, sich kontinuierlich weiterzubilden und am Ball zu bleiben, den erwartet ein unglaublich spannender und abwechslungsreicher Beruf.

Gerade im Klinikalltag.

Wir möchten uns ganz herzlich bei Dr. Felix Sonntag für die jahrelange Zusammenarbeit, das Vertrauen und für das Interview bedanken. Wir freuen uns auf die weitere gemeinsame, gute Zusammenarbeit.

Einblicke in den Klinikalltag

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Dr. Felix Sonntag und das Kleintiergesundheitszentrum Ravensburg | Evidensia

KLINIKLEITUNG

Dr. Felix D. Sonntag
DVM


Biografie

Felix D. Sonntag Dr. med. vet. Fachtierarzt / Geschäftsführer

Fachtierarzt für Klein- und Heimtiere mit WeiterbildungsermächtigungFachtierarzt für Kleintierchirurgie mit WeiterbildungsermächtigungZusatzbezeichnung ReptilienZusatzbezeichnung Neurologie bei Klein- und Heimtieren

Nach dem Studium der Tiermedizin an der Justus-Liebig-Universität in Gießen arbeitete er von 2007 bis 2011 als Assistenztierarzt in der Kleintierklinik Ravensburg. Nebenbei absolvierte er an der Chirurgischen Klinik für Kleintiere der Justus-Liebig-Universität Gießen mit Studienaufenthalten an der Tierärztlichen Fakultät der Universität Zagreb seine externe Promotionsarbeit zum Dr. med. vet. Von 2011 bis 2016 arbeitete er als Oberarzt in der Kleintierklinik Ravensburg. Seit 2016 Klinikleitung des Kleintiergesundheitszentrums Ravensburg.

Dr. Sonntag ist Gutachter für Patellaluxation bei Hunden nach den Richtlinien des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte (bpt) und Inhaber §11 Sachkunde Terraristik sowie Gefahr- und Futterwirbeltiere und Sachkundeprüfer §2 und §11 Terraristik.

Tätigkeitsschwerpunkte:

Mitgliedschaften:

  • Deutsche Gesellschaft für Kleintiermedizin (DGK)
  • Sekretär der Arbeitsgruppe Computertomographie der DGK-DVG
  • Arbeitsgemeinschaft für Amphibien- und Reptilienkrankheiten der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde

DEUTSCHLAND

Kleintiergesundheitszentrum Ravensburg
Evidensia

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Im Herzen Oberschwabens in Ravensburg gelegen, bietet die Klinik eine umfassende tiermedizinische Versorgung für Hunde, Katzen und andere Heimtiere.

Die Klinik deckt ein breites Spektrum an medizinischen und chirurgischen Leistungen ab, wobei der klare Fokus auf einer hochwertigen, evidenzbasierten Versorgung liegt. Gleichzeitig legt das Team großen Wert darauf, jedem Patienten mit individueller Aufmerksamkeit und Mitgefühl zu begegnen.

Ein zentraler Bestandteil ihrer Philosophie ist die enge Zusammenarbeit mit den Tierhalterinnen und Tierhaltern. Das Team nimmt sich bewusst die Zeit, um auf die Sorgen, Erwartungen und die spezifischen Bedürfnisse jedes einzelnen Tieres einzugehen.

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